BsAfB-Initiative:
Betriebliche Gesundheitsförderung für alle
Bei großen Betrieben, Versicherungen, Krankenkassen und Behörden sind teilweise in den oberen und mittleren Führungsebenen Manager mit Hochschulstudiengängen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement integriert, wie zum Beispiel Master of Workplace Health Management oder betriebliche Gesundheitsmanager[1]. In Kleinbetrieben, Betrieben mittlerer Größe und an der Basis großer Betriebe sucht man in der Regel bisher vergeblich nach ausgebildeten BGF-Beauftragten[2]. Es besteht ein großer Handlungs- und Qualifizierungsbedarf an der Basis. Mit der BsAfB-Initiative „Betriebliche Gesundheitsförderung für alle“ sollen zusätzliche Aktivitäten eingeleitet werden, um der Intention der „Lissabonner Erklärung zur Gesundheit am Arbeitsplatz in kleinen und mittleren Unternehmen – KMU (2001)“ näherzukommen. In Großbetrieben sollen auch unterhalb der Führungsebenen Mitarbeiter als Ansprechpartner für Themen der Betrieblichen Gesundheitsförderung qualifiziert werden.

Abbildung 1: Erforderliches Know-how auf unterschiedlichen Managementebenen[3]
„Ab Februar 2008 bietet die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld zum zweiten Mal den 2-jährigen weiterbildenden Masterstudiengang "Workplace Health Management" berufsbegleitend an.“[4] Im Gegensatz zu diesem Masterstudiengang, der eine akademische Grundausbildung und Berufserfahrung voraussetzt, dient „der Studiengang Health Communication (Bachelor of Science, BSc) der wissenschaftlichen Erstausbildung für Gesundheitsberufe mit dem Schwerpunkt Kommunikation.“[5] An der Universität Bielefeld konnte alternativ das Universitätszertifikat „Betrieblicher Gesundheitsmanager“ als 12-monatiges berufsbegleitendes Qualifizierungsangebot erworben werden.
Es erscheint sinnvoll, auch unterhalb akademischer Ausbildungen Fachkräfte für die Basisarbeit in der Betrieblichen Gesundheitsförderung zu qualifizieren. In Analogie zu den Sicherheitsingenieuren bzw. den Fachkräften für Arbeitssicherheit und den Sicherheitsbeauftragten sollte es in den Betrieben mehrere Beauftragte für die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF-Beauftragte) bzw. Betriebliche Gesundheitsberater (WGM)®[6] geben. In Kleinbetrieben wäre ein BGF-Beauftragter ausreichend. Da es eine Vielzahl von Anbietern von BGM und BGF gibt, könnten Betriebliche Gesundheitsberater bzw. BGF-Beauftragte ihre Qualifikation z. B. durch ein Zertifikat einer Industrie- und Handelskammer dokumentieren.

Abbildung 2:
Folie aus einem Referat auf der MEDICA, www.bsafb.de -> Arbeitsmed. MEDICA
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[1] Gesundheitsmanager (m/w), für alle Berufs-, Funktions- und Aufgabenbezeichnungen soll die Bezeichnung als geschlechtsneutral verstanden werden.
[2] Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
[3] Die unterschiedlichen Qualifikationsstufen, Zertifikate und akademischen Grade gehen aus dem Text und den Endnoten hervor.
[4] „BGM-Homepage“ der Universität Bielefeld: Weiterbildender Masterstudiengang. www.bgm-bielefeld.de/q_master.html. (13.01.2008).
[5] Homepage der Universität Bielefeld, Fakultät Gesundheitswissenschaften. (Zuletzt geändert am 14.08.2006): Studiengang Health Communication (Bachelor of Science, BSc).
www.uni-bielefeld.de/gesundhw/studienangebote/bhc/. (13.01.2007)
[6] WGM bedeutet Weikert Gesundheitsmanagement (www.weikert-gm.de). Die Bezeichnung Betrieblicher Gesundheitsberater (WGM)® ist eine beim Patentamt eingetragene Wort-Bild-Marke.